Ich habe eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin an einer Uni angeboten bekommen. Ich müsste weit weg ziehen. Und meine ohnehin befristete Stelle kann jederzeit gestrichen werden, wenn die Fördermittel ausbleiben. Allerdings hätte ich die Chance auf eine Promotionstelle. Würdet ihr zusagen?
Würdet ihr es machen?
(7 posts) (5 voices)-
Posted 1 year ago #
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just do it.
das ist eine "eintrittskarte", deine stelle kann überall jederzeit gestrichen werden. und wer weiß, was danach kommt?
allerdings nur unter der voraussetzung, dass du wirklich im elfenbeinturm arbeiten willst.
nur davon würde ich es abhängig machen, bzw. von dem "kleingedruckten" und dem, was zwischen den zeilen steht. in diesem sektor sind die "konditionen" letztlich irrelevant. ich möchte fast meinen: sie sollten es sein [...].
;-?
Posted 1 year ago # -
Wo hast Du die Chance auf eine Promotionsstelle? An der entfernten Uni oder in der Heimat?
Die Konditionen, von denen dieter da spricht, sind an den Universitäten sehr ähnlich. Die Stellen sind ja im öffentlichen Dienst. Letztlich entscheidet sich da sehr viel, wie sich der Prof. die Zusammenarbeit vorstellt. Und das steht idR auch nicht im Kleingedruckten.
Ja, es kann eine Eintrittskarte in die Wissenschaft sein.
Die Wissenschaft setzt sehr große Mobilität voraus. Wer das nicht möchte, hat es schwierig; man könnte auch sagen, dass in diesem Fall eine akademische Karriere kaum möglich ist. So ist das Geschäft. Das sollte man sich gut überlegen, da man ja in der Wissenschaft nicht nur beruflich einen relativ unsicheren Weg einschlägt, dazu kommt eben noch die soziale Unsicherheit bedingt durch Wohnortwechsel (plural!).
Zum Schluss möchte ich noch meinen frühere Zahnarzt zitieren: "Man sollte zwischen Studium und Beruf durch einen Umzug einen klaren Schnitt setzen."
Posted 1 year ago # -
"Würdet ihr zusagen?" => Formulier doch mal konkreter was deiner Meinung nach dagegen(sic!) spricht? ("weit weg ziehen" = noch sehr abstrakt). Dto konkreter was dafür spricht, siehe die guten Hinweise von dieter und schworder. Also eine gute alte Pro-Contra-Liste - möglichst konkret - mit einer anschließenden Bewertung, ciao, Lutz
Posted 1 year ago # -
frage: warum kriegen ca. 40% der akademikerinnen keine kinder? vielleicht weil die rede von einer 40 stunden woche in diesem milieu schlichtweg unsinn ist?
zwischen den zeilen steht ja so einiges - z.B. dass du ziemlich abhängig von deinem prof sein wirst. aber sei´s drum. all das ist durchaus ambivalent.
zu herr ebeling: gerade bei "big descisions" wie dieser ist es - theoretisch gesehen - äußerst problematisch, eine "rationale entscheidung" zu treffen. wohlmöglich verwirrt sie das nur noch mehr, vor allem die ganzen unsicherheiten, die man nicht kontrollieren kann.
freud hierzu:
„Wenn ich eine Entscheidung von geringer Bedeutung traf, fand ich es immer vorteilhaft, all Für und Wider reiflich zu überlegen. In lebenswichtigen Dingen dagegen, bei der Wahl eines Partners oder eines Berufs, sollte die Entscheidung aus dem Unbewußten kommen, von irgend woher in uns selbst“ (Sigmund Freud, zit. n. Burkart 1994, S. 101-102).
weiterführend: de gaulle:
"Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen durchzuführen, als beständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird." - Charles de Gaulle
Bedenken würde ich noch, was frau rowling mal gesagt hat:
"Viel mehr als unsere Fähigkeiten sind es unsere Entscheidungen, [...] die zeigen, wer wir wirklich sind." - Joanne K. Rowling,
Und pass auf, dass es dir am end nicht so geht, wie es luhmann hier vorsieht:
„Nicht selten kommt es deshalb vor, daß jemand durch andere oder durch sich selbst mit der Feststellung überrascht wird, eine Entscheidung getroffen zu haben“ (Niklas Luhmann)Posted 1 year ago # -
Ich würde sagen, wenn du dir diese Frage in dieser Form stellen musst, dann lass es.
Posted 1 year ago # -
Und - entschieden?
Posted 1 year ago #
Antwort
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