Hallo, in meiner Verzweiflung wende ich mich mal an dieses Forum - in der Hoffnung, dass man hier vielleicht einen guten Lektüretipp oder ähnliches erhalten kann.
Ich bin eigentlich Student der Medienwissenschaften und habe in einem Seminar über Wissenschaftstheorie die Aufgabe bekommen, den Wissenschaftsbegriff im Gesamtwerk Alfred Schütz zu beschreiben. Vor mir liegen etwa zehn Bücher, darunter die UVK-Neuauflage des "Sinnhaften Aufbaus" und einiges mehr.
Allerdings steige ich momentan überhaupt nicht mehr durch - Brett vorm Kopf - bei all diesen Dingen, die da in der Primär- und den Sekundärliteratur stehen. Deshalb ein paar Fragen:
-Ist es richtig, dass Schütz sich mit seinem phänomenologischen Ansatz von positivistischen Schulen (etwa der Wiener Kreis) unterscheidet?
-Diese ganzen Sachen mit Transzendenz und Motiven: Gibt es da vergleichbare Arbeiten? Sind das zentrale Begriffe der Soziologie, oder ist das eine spezielle Schütz-Eigenheit?
-Ist es zulässig und akzeptabel, von einem pragmatisch-interdisziplinärern Wissenschaftsbegriff zu sprechen? Schütz lässt ja Einflüsse aus Husserls Phänomenologie, Max Webers verstehender Soziologie und von Mises ökonomischer Schule in den Sinnhaften aufbau einfließen.
-Ist es zulässig und akzeptabel, den "Sinnhaften Aufbau", Schütz' Erstlingswerk von 1932, als Grundlegung auch für seine weiteren Arbeiten zu bezeichnen und ihn so im Rahmen der Arbeit zu behandeln?
Für ein paar Antworten von sicherlich hier anzutreffenden Sachverständigen wäre ich dankbar.
Schönen Gruß,
Florian