muahahaha... das zu erklären setzt einiges an fachwissen voraus und bedarf wohlmöglich auch einiges an aufwand zur erklärung.
absolventen die diese plackerei noch vor sich haben würde ich empfehlen, das gebiet möglichst stark einzugrenzen, eine möglichst konkrete fragestellung zu entwickeln, und möglichst mit quantitaiv zu arbeiten (a-arkt). auch sollte man sich mit sachgebieten bzw fragestellungen beschäftigen die möglichst nicht nur von wissenschaftlichem interesse sind, bzw. bestenfalls arbeitsmarktrelevante kenntnisse und fertigkeiten nachweisen, und/oder themen behandeln, die auch für forschungsinstitute, betriebe usw. von interesse sind. man könnte wohl auch von "interdisziplinärer ausrichtung" sprechen.
und was den entwurf angeht ... empfehle ich eine konzentration auf das wesentliche. fragestellung, begriffe, theorien, befunde. die ganze "peripherie" kann man ggf. auch noch am ende einbinden.
insb. bei themen die durch andere arbeiten stark "vorstrukturiert"sind sollte man zudem immer einen kühlen kopf bewahren, mut zur lücke haben, kurze zusammenfassungen der wesentlichen aussagen anlegen, sich von der komplexität nicht übermannen lassen. die darstellungen anderer autoren (sekundärquellen) können hier sehr hilfreich sein, insbesondere auch zB einzelne sätze aus lehrbüchern oder texten mit anderer thematischer ausrichtung. je weiter entfernt desto kürzer - und daher transparenter. und wenn man dann den überblick hat einfach auch mal selbst was dazu sagen, versuchen schlussfolgerungen zu ziehen, implikationen zu vereutlichen etc.
auch empfiehlt es sich, über mögliche systematisierungsmöglichkeiten nachzudenken. erklärungsansätze kann man oftmals auf basis ihrer grundstruktur zusammenfassen. andererseits hingegen kann man möglicherweise auch unterschiede hervorheben und letztlich zu verschiedenen "interpretationsmöglichkeiten" kommen. also: für die erklärung von XY über XYsind prinzipiell zwei wege denkbar ... oder so ...
die begriffe betreffend... sollte man sich nicht verwirren lassen. oftmals hat man hier mit "simulakren" zu kämpfen, sowie auch mit unklaren aussagen der autoren. die devise heißt hier: take it easy... everything goes. gerade auch bei operationalisierungen kann man einiges machen, was nicht unbedingt 1/1 auf die begriffe passt. "wie operationalisiere ich framing?" ist eine frage, die ein jeder für sich beantworten muss. "aspekte" können zudem durchaus hinreichende ergebnisse liefern.
theorieteil und empirische ergebnisse sollten möglichst gut miteinenader "verzahnt" sein und nicht unabhängig voneinander "im raum stehen". es empfiehlt sich also, drei arbeitsschritte vorzusehen: (1) theorie und fragestellung, begriffe et. al. (textteil), (2) erhebung, auswertung, darstellung (3) verzahnung und verweise.
nicht vernachlässigen sollte man auch die erläuterung bzw. rechtfertigung des forschungsinteresses.
ich persönlich würde mich weit weniger von der literatur und insb. auch den methoden verwirren lassen und lieber an den eigenen ergebnissen arbeiten. D. h. u. a. auch, dass anstatt einer akribischen ausarbeitung des forschungsstandes und einer eingehenden betrachtung der theorien eher praktisch relevante fragestellungen berücksichtigt würden - mal ganz davon zu schweigen, dass 100 seiten ausreichen und die arbeit durchaus auch von einem verzicht auf bestimmte ergebnisse profitieren kann. insgesamt: mehr "dimensonal" und mehr "zusammenfassungen". weniger literatur und dafür mehr systematik. weniger akribie und dafür mehr transparenz und reflexion.