ah sehr gut. also ich bechäftige mich momentan wiedermal mit praxistheoretischen ansätzen und finde den schatzki recht interessant. vor allem interessiert mich die relation zu bourdieu. indem schatzki vom sozial geformten körper aber auch vom kontextgebunden expressive body spricht, der lebenszustände ausdrückt und praktiken für andere verständlich macht, spircht er ja so etwas wie bourdieus habitus an, geht aber gerade mit der konzeption der koexistenz über diesen hinaus.
was ich mich frage und was ich nicht so ganz herauslesen konnte ist, wie schatzki sich im blick auf die reproduktion oder subversion von praktiken positioniert. bei bourdieu herrschat ja sehr stark ein homogenitätsideal des habitus als "praxisgenerator" vor, was sich ja dadurch ausdrückt, dass formen und denken des handelns auch unter bedingungen weiterlaufen, die gegenüber den originären strukturen verändert sind. und, vielleicht als gegenpol sieht man ja bei judith butler eine betonung der normalität von unberechenbarkeit durch performativität. aber wie könnte man den schatzki da einordnen?
generell habe ich auch etwas probleme mit dem englisch. gibt es irgendwelche deutsche sekundärliteratur, die sich mit schatzki auseinandersetzt? habe bislang leider nichts gefunden...