Erst heute habe ich zufällig mitbekommen, dass Shmuel N. Eisenstadt am 2. September 2010 verstorben ist. Es stimmt mich traurig, dass einem so wichtigen Vertreter der Soziologie nicht etwas mehr posthume Ehre in der Öffentlichkeit zuteil wird, wenigstens in kurzen Nachrufen. Ich habe keinen gesehen.
In seinem Werk befasst er sich mit zahlreichen Kulturkreisen oder Zivilisationen in verschiedenen historischen Epochen. Ein Vergleich mit Max Weber, ein Ausgangspunkt von Eisenstadts Denken, ist diesbezüglich nicht unangebracht.
Ich kann nur zur Lektüre seiner Aufsätze und Bücher anregen. Für den Einstieg empfehle ich den Aufsatz von Matthias Koenig in Dirk Kaesler, Aktuelle Theorien der Soziologie.