Hallo,
im Rahmen meiner Abschlussarbeit führe ich eine Gesprächsanalyse durch (Konversationsanalyse).
Ich bin mir nun nicht sicher, ob es sinnvoller ist den Begriff der Positionierung oder den der Rolle zu verwenden.
Wäre super, wenn jemand ein paar Tipps für mich hätte. Es geht um eine Interaktion in einer Institution. Der eine Gesprächspartner ist ein Staatsvertreter, der andere ein Bürger. Es wird jedoch deutlich, dass die Anwesenden nicht starr in ihrer Rolle/Position verharren.
Würdet ihr in dem Zusammenhang eher von Rolle oder von Positionierungen sprechen? Welche Nachteile haben die jeweiligen Begriffe?
LG
Rolle versus Positionierung
(3 posts) (3 voices)-
Posted 1 year ago #
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"Die Rolle ist der in Handlung übersetzte Status; dabei ist die Rolle der prozeßhafte (oder dynamische) Aspekt des Status, und der Status ist der positionsartige (oder statische) Aspekt der Rolle". (Talcot Parsons)
Eventuell kannst Du daran anknüpfen. Die Entscheidung wird u.a. davon abhängig sein, ob du primär handlungstheoretisch beschreiben möchtest - das kann unter gewissen situativen Gegebenheiten deiner Arbeit notwendig sein - oder hierarchische Aspekte dem Leser begreiflich machen bzw. herausstellen möchtest. Eventuell kann man zunächst eine Begriffsklärung vornehmen, und dann situativ die Begriffe zwar alternierend aber konsistent ihrer Definition gemäß einsetzen.
Posted 1 year ago # -
Servus,
eine soziale Position ist jeder Ort in einem Feld sozialer Beziehungen. Soll die soziale Position aufrecht erhalten werden, wird eine soziale Rolle (Bündel von Erwartungen) benötigt. Bei Parsons kannst Du eigentlich die Position mit dem Status gleichsetzen.
Dies kann normativ oder interpretativ beschrieben werden (also role - making oder role - taking). Ich denke, die Rolle ist eher das, was die Soziologen interessiert, v.a. dann, wenn es zum Konflikt kommt.
Das ist meine Meinung.
Gruß,
Chris
Posted 1 year ago #
Antwort
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