weber und durkheim sind natürlich die klassiker und gerade webers protestantismusthese gehört zudem zum grundwissen jedes soziologen. darüber hinaus empfehle ich dir, dich mit charles taylor (a secular age; gibts auch als dt. ausgabe) und natürlich auch luckmann (die unsichtbare religion) auseinanderzusetzen.
überhaupt scheint entgegen des "common sense" von säkularisierung und laizismus die religion oder eher gesagt die religiosität eine gewisse renaissance zu erleben, wobei interessanterweise europa im gewissen gegensatz zu den restichen globalen entwicklungen zu stehen scheint. neben der tatsache, dass sich mittlerweile immer mehr aufgeklärte intellektuelle zum katholizismus bekennen, so kann man gerade bewegungen wie den pfingstlern einen boom zu schreiben. wobei im übrigen fundamentalismus als durch und durch modernes phänomen gedeutet wird.
und natürlich lohnt auch der blick auf amerika, das land, in dem man formal wie in keinem anderen auf sekularität bedacht ist, aber die alltagspraxis deutlich religiöser ist als in europa zum vergleich. zu den usa empfehle ich 'civil religion in america' von robert belah als lektüre.
man könnte noch viel mehr sagen, z. b. mit blick nach asien. aber vlt. liest du dich erst einmal ein und wir können bestimmte fragen diskutieren.