Hallo,
ich habe im Internet unter Hausarbeiten.de folgenden Abschnitt zur Hinduismus Studie Max Webers gelesen, bei der ausgesagt werden soll, dass rationales Handeln im Hinduismus nicht möglich sein soll:
Weber kommt in seiner Hinduismus-Studie - kurz zusammengefaßt - zu dem Ergebnis, daß rationales Handeln im kapitalistischen Sinn unter den Bedingungen östlicher Religiosität, vor allem in einer hinduistischen Gesellschaft mit einer starren Kastenstruktur, nicht möglich ist. Die Gründe dafür sieht er in der Transzendenz und Weltabgewandtheit des Hinduismus, wodurch sich die Gläubigen einerseits einem vorbestimmten Schicksal im jetzigen Leben und andererseits einer unabänderlichen Ungleichheit von Geburt an ausgesetzt sehen. Das gesamte Leben eines Hindus wird durch die Kastenstruktur und die Religion bestimmt, es gibt keine Möglichkeit, aus diesem ,,Karma" auszubrechen. Dadurch richtet sich das Streben auf eine Verbesserung des Schicksals im nächsten Leben, der nächsten Station auf dem Rad der Wiedergeburt, und nicht auf eine Veränderung in der Gegenwart.
Insofern ich mit der karmischen Lehre vertraut bin, kann man sein Karma sehr wohl ändern (nämlich durch gute Taten). Diese gewollte Veränderung würde ich aber schon als rationales Handeln beschreiben.
Wie seht ihr das?
Gruß,
Christoph