nach mayring gibt es ja vier methoden. bei der inhaltlichen strukturierung gibt es ein kategoriensystem, bei den anderen auch nicht. beide ansätze unterschieden sich v. a. hinsichtlich des theoretischen hintergrundes und dem anspruchsniveau an die offenheit der verfahrensweise (um es mal so zu formulieren). insgesamt würde ich beide vorgehensweisen für denkbar halten. allerdings scheinst du ja schon eine "theorie" zu haben (was gegen die GT spricht). und insgesamt ist die GT ebenso komplex wie verworren und schwer "verständlich". es wird daher oftmals vor ihr gewarnt. es ist insgesamt auch fraglich, ob ein derart sensibles verfahren für das was du machen willst notwendig ist. ich würde meinen: nein! mayring aber scheint aufgrund seiner universellen ausrichtung (auch bez. datenmatrial) durchaus interessant.
ehrlich gesagt erachte ich beide Methoden als ... irgendwo unpraktisch ... und misstverständlich. viel gerede um wenig inhalt. und hohe ansprüche, die wohlmöglich nur dazu dienen, intransparente vorgehensweisen zu kaschieren, bzw. zu legitimieren. beide haben ein hohes anspruchsniveau, dass der relaität der forschungspraxis zumeist wohl all zu weit vorauseilt.
auch solltest du dich mal mit deinem dozenten und ggf. auch anderen absolventen die schon fertig sind über die methodik udn auch die darstellung dieser unterhalten. wohlmöglich bleibt nicht mehr davon übrig als "habe dann methode XY verwendet". und ob deine herangehensweise dem dann entspricht ist wieder eine andere frage. es ist also nicht unbedingt lohnenswert, in diese fragen viel zeit zu investieren, die du wohlmglich besser zur auseinandersetzung mit dem interviewmaterial verwendest. da die korrektoren die arbeiten ohnehin nur überfliegen und sich der sachlage durchaus bewusst sind, ist das alles mE letztlich nicht wirklich wichtig. kann aber sein, dass deiner da spezielle ansprüche hast und eine begründung für die wahl der methode verlangt. also frag ihn besser nochmal... und schau dir auch mal andere methoden an.