etwas ruhiger - und wie gefordert sachlicher. fangen wir bei der forschungsfrage an:
"""als forschunsgfrage: haben die bewohenr der seniorenresidenz ein erhöhtes vereinsammmungsrisko"""
wenn von einem risiko die rede ist, dann sollte einem jedem soziologen eigentlich sofort die mathematik in den sinn kommen. mit worten kommt man da nicht wirklich weiter, die qualitative SF scheidet insofern aus. anders lautende meinungen sollten sich zudem der tatsache bewusst werden, dass der fragende auf einen vergleich zwischen dem risiko der heimbewohner mit dem der NHW hinaus will. in anbetracht dessen muten vollmundig scheinintellektuell formulierte aussagen wie
""ich finde die von dir implizierte fragestellung recht interessant, heißt die sicht auf die interaktionsfokussierte alltagspraxis von seniorenheim-bewohnern und die daraus resultierende lebensweltliche strukturierung, aber eben auch ordnungsbedingte strukturiertheit, durchaus als nachdenkenswert. im falle einer empirischen arbeit bieten sich hier narrative interviews und ethnographische beobachtungen an.""
wirklich weltfremd an. interaktionsfokussierte alltagspraxis? willst du eine vergleichende teilnehmende beobachtung machen - oder wie? dein vorhaben ist ungemein erklärungsbedürftig. einigen lesern sind seltsam theoretisch anmutende formulierungen wie "ordnungsbedingte strukturiertheit" wohlmöglich unverständlich - und wiederum andere werden sich wohl fragen, wo es diese nicht gibt und was man dazu sagen will, bzw. wie am ende die ergebnisse aussehen sollen. "in heimen gibt es eine ordnungsbedingte strukturiertheit"? wenn ich etzt sage "du bist ein möchtgernintellektueller quacksalber" kannst du das gern persönlich nehmen - oder aber als anlass, dich mal etwas deutlicher auszudrücken?
"""die sicht auf die interaktionsfokussierte alltagspraxis von seniorenheim-bewohnern und die daraus resultierende lebensweltliche strukturierung"""
meinst du damit etwas die tatsache, dass manche menschen die alltägliche hygiene etwas zu kurz kommen lassen und daraus erhebliche auswirungen auf ihre kontaktchancen resultieren? und was hat das ganze dann mit den heimen zu tun wenn wir über interaktionen reden, die strukturierende wirkungen zeitigen?
man könnte sicherlich fragen, in welcher art und weise (qualität) die in heimen bestehenden strukturen die initiative des bewohners bremsen, mit anderen in kontakt zu treten und diesen zu erhalten. ich weiß - mein pessimismus ist wirklich grenzenlos - doch was bringen uns die resultierenden aussagen? die essenzeiten an die der bewohner gebunden ist mögen zwar strukturierend wirken - und wenn die leute um 6 ins bett müssen, weil die pfleger auch einen feierabend brauchen, dann grenz das schon an freiheitsberaubung - doch resultieren diese unschönen verältnisse letztlich eher aus deren abhängigkeit, als aus der tatsache, dass sie in einem heim wohnen. oder? [...].
weiter im text: """und wer sind die wichtigsten bezugspersonen dieser menschen im heim? welch art der beziehungen (informelle/formelle) bilden sie untereinander"""
diese fragen erscheinen schon wesentlich realistischer und qualitativ erfahrbar. und doch würde ich die finger davon lassen, denn "bezugspersonen von menschen in altersheimen" ist wahrlich kein sonderlich spannender titel - vor allem auch,weil man damit in der praxis eigentlich wenig anfangen kann. der theoretische wert kann sicherlich höher liegen - doch mir persönlich fällt dazu absolut nichts ein wenn ich ehrlich bin.
wer die vorangegangenen beitröäge von samy gelesen hat, der weiß vielleicht, dass er ein recht merkwürdiges verhalten an den tag legt. so stellt er zB fragen ohne antworten auf antworten zu geben und schildert sein forschungsvorhaben qua mittels einer überschrift. ich persönlich frage mich inzwischen "was will der denn schon wieder?" die antwort mag sich ein jeder selbst geben, das habe ich auch getan.
meine empfehlung würde lauten: wende dich an einen träger (=altenheime betreibende orga), schildere ihnen dein "anliegen" und versuche dich alsdann an der ermittlung von praxisorientierten lösungsansätzen für das thema "vereinsamung", denn soziologie ist für sich genommen blanker unfug und so kriegst du vielleicht trotzdem n job. und wenn du dann in 5 oder 10 jahren der vollkommen überarbeitete verantwortliche jude bist, dessen motivationsprobleme zwar rein äußerlich gesehen intrinsischer natur sind, faktisch aber aus finanzmittelknappheit, persönlichkeitsrechten, individualismus und den motivationsproblemen dritter resultieren, kannst du dich gern nochmal selbst dafür aufs korn nehmen was du so in den letzten jahren geleistet hast und dich wie jeder schreibstischtäter damit aus der affaire ziehen, dass die wege des herrn unergründlich sind.
"praktikern" empfehle ich die ehrenamtliche mitarbeit bei einem der vielen vereine, die besuchsdienst betreiben und händeringend nach nicht nur wortgewandten, sondern vielmehr tatfreudigen helfern suchen.
eines kann die moderne, verbildete menscheit besonders gut: defizite aufzeigen und fehler enkreiden. das handeln hingegen, das selbst tun, das da sein für andere und die hingabe für andere aber - das scheinen sie allmählich zu verlernen, die mesnchen, trotz - oder geade wegen - ihrer hohen bildung, ihrer "wertneutralität" und ihrer ja so ungemein "gemeinschaftsorientierten" art und weise zu denken (die zuemsit nichts als konflikte hervorruft).