Ich habe zu diesem Thema ein Referat gehalten. Muss dieses jetzt in einem Essay ausarbeiten jedoch mit einem Schwerpunkt. Kann mir jemand ein Tipp geben. Muss bis nächste Woche fertig sein und mir fällt nichts ein.
Hab zwar in meinem Referat vieles mit einbezogen- wie die Differenzposition, Sex-gender Konzept, Deonstruktivismus aber irgendwo weiss ich nicht wie meine Fragestellung aussehen soll. "Hausarbeit- eine Frauensache?" wäre sehr unkreativ da fast alle schriftlichen Arbeiten in diesem Gebiet so anfangen. Bin verzweifelt. Möchte nur ein Tipp!!!
Danke
Essay zum Thema Hausarbeitsteilung zwischen Mann und Frau
(9 posts) (7 voices)-
Posted 1 year ago #
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"Hausarbeit - bestimmt keine Männersache! Über die Vorzüge einer dämlichen Haushaltsführung."
Posted 1 year ago # -
Wie wäre es, wenn Du Dich auf die politischen Aspekte beziehen/beschränken würdest und auf die politischen/gesetzlichen Möglichkeiten eingingest, die dem Mann mittlerwiele geboten werden, um sich an der Haushaltsführung zu beteiligen (in erster Linie: Elternzeit,Kindergeld, Hortplätze)und welche gesellschaftlichen Ressentiments dem entgegenstehen (v.a. Geschlechterrollen)? Da spielten dann auch Aspekte der bis heute im Durchschnitt niedrigeren Bezahlung der Frauen eine Rolle und das sich nur allmählich verändernde Rollenverständnis des Mannes.
Als Thema könnte man es so formulieren: "Hausmänner - politische Spielräume und gesellschaftliche Ressentiments.
Inwieweit haben althergebrachte Geschlechterrollen noch ihre Gültigkeit und was für Potentiale gibt es aus sozialpolitischer Sicht darüber hinaus für die Zukunft?"Posted 1 year ago # -
Lass' dich von "-" nicht ärgern. Seriöser: Ich würde das in Richtung der scheinbar "funktionsfreien" Diskriminierungstendenzen von Rollen (oder gar Inklusion/Exklusions-Bedingungen durch Funktionssysteme) erweitern. Ist eigentlich nicht so schwierig. Könnte ich dir helfen. Meld' dich mal...
Posted 1 year ago # -
es müsste doch einiges an Gender-Literatur geben, oder?
Posted 1 year ago # -
vielen dank an alle !!!danke danke danke
eure Beiträge haben mich wirklich inspiriert. es gibt zuviel zu dem Thema, deshalb war ich ein wenig verwirrt. leider bin ich- was die theoretischen Ansätze angeht, nicht so weit, dass ich einen Standpunkt im Essay einnehmen könnte. Aber FU deine Ideen bringen mich weiter.
ich habe gerade mit dem "privaten Traditionalismus" von Eva Cyba angefangen und wollte eigentlich danach mit "angeboren oder anerzogen" weitermachen und zwar mit den theoretischen Ansätzen der Differenzposition und dem sex-gender Konzept. Danach wollte ich diese soweit es geht mit emp daten belegen oder aber auch nicht. Ich finde aber nicht dass sich das nach einer guten Gliederung anhört;((( bin voll verzweifelt- muss nächste Woche abgeben und ich kriege es nicht auf die Reihe ne gute Gliederung für mein essay zu erstellen. ich glaub ich setze mich jetzt wieder dran und schreib ein wenig um! danke nochmalsPosted 1 year ago # -
also an deiner stelle würde ich mich von FU´s vorschlägen nicht verwirren lassen, denn die sind - pardon - wirklich fadenscheinig. die opportunitätsstrukturen sind sicherlich wichtig - sie sollten aber auch als solche diskutiert werden - also als strukturen - und nicht als spielräume für die beteiligung des mannes an der hausarbeit.
die stoßrichtung ist aber durchaus interessant. der "feministische diskurs" geht zumeist einfach von der tatsache aus, dass sich bei den männern nichts geändert hat. verbale aufgeschlossenheit bei weitgehender verhaltensstarre - meint beck. man könnte nun fragen: ist das so? und warum ist das so? da man damit ein ziemliches fass aufmacht wird es dann besser sein, hier noch etwas zu spezifizieren und die ursache zB in weiblichen rollenvorstellungen und relevanten leitbildern zu suchen.
es wird ja zuemist suggeriert, dass sich der mann einfach für oder gegen "hausarbeit" entscheiden kann. aber ist das eigentlich wirlich so? wie reagieren denn eigentlich die frauen, wenn MANN ne babypause machen will? (NOGO!) auch interessant: mehr familienarbeit heißt ggf. weniger erwerbsarbeit. geht das eigentlich? und wieso ist das nicht so einfach?
ich kenne mich in diesem bereich nicht aus, kann dir also keine konkreten ratschläge geben. was ich aber zufällig weiß ist, dass die frauen wie auch die männer in deutschland bezüglich arbeitsteilung recht ambivalent eingestellt sind - und keineswegs so "modern", wie oftmals suggeriert. also: auch die frauen selbst nicht.
Posted 1 year ago # -
anm: da du keine zeit hast denke ich, dass eine frage nach dem schema "warum ist XY so?" (struktur erklärende herangehensweise) sehr passend ist, denn man hat schnell sein material zusammen und die sache ist insgesamt zumeist recht einfach zu handhaben. einfacher als etwa frage wie die nach den gesellschaftlichen spielräumen in jedem falle.
Posted 1 year ago # -
Hallo nisan,
falls du die Arbeit noch nicht abgegeben hast (oder doch schon abgegebenen hast aber immer noch am Thema interessiert bist), hier noch ein paar Literaturangaben zum Thema Hausarbeitsteilung, v.a. im Hinblick darauf, wie die Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern geregelt wird.
Grunow, D. / Schulz, F. / Blossfeld, H.‐P. (2007): Was erklärt die Traditionalisierungsprozesse häuslicher Arbeitsteilung im Eheverlauf: Soziale Normen oder ökonomische Ressourcen? In: Zeitschrift für Soziologie 36(3): 162-181
Klammer, U. / Klenner, C. (2004): Geteilte Erwerbstätigkeit – gemeinsame Fürsorge. Strategien und Perspektiven der Kombination von Erwerbs- und Familienleben in Deutschland. In: Leitner, S. / Ostner, I. / Schratzenstaller, M. (Hrsg.): Wohlfahrtsstaat und Geschlechtsverhältnis im Umbruch. Was kommt nach dem Ernährermodell? Wiesbaden, 177-207
Ott, N. (1993): Die Rationalität innerfamiliärer Entscheidungen als Beitrag zur Diskriminierung weiblicher Arbeit. In: Grözinger, G. / Dchubert, R. / Backhaus, J. (Hg.): Jenseits von Diskriminierung. Zu den Bedingungen weiblicher Arbeit in Beruf und Familie; Marburg, 113‐145
Posted 1 year ago #
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