Hallo,
Habermas hat in der Arbeit “Die Theorie des kommunikativen Handelns” (1981) unter anderem den Begriff des “kommunikativen Handelns” in theoretischer, methodischer und methodologischer Hinsicht bestimmt.
Ich möchte in diesem Thread - wenn möglich - diese Aspekte des Begriffes diskutieren.
1. Aus der Sicht der “verstehenden Soziologie” geht es Habermas nicht - wie etwa Oevermann, Luhmann, etc. - um einen latenten, sozialen Sinn, sondern - eher im Sinne Max Webers - um den “subjektiven” Sinn, der via kommunikativer Teilnehmerperspektive zur Sprache kommt.
2. Der Begriff des kommunikativen Handelns verweist in anthropologischer Hinsicht auf strukturgenetische, psychologische Theorien (Piaget, Kohlberg), auf Sozialisationstheorien (Mead) und sprechakttheoretische Konzeptionen, die Sprechen als Handeln (Tun) konzeptionalisieren (Austin, Searle). In sozialtheoretischer Hinsicht verweist der Begriff des KH auf den Begriff der Lebenswelt sowie des Systems.
Es geht in diesem Thread um eine Diskussion und um die Frage, nach dem soziologischen Gehalt dieser Konzeptionen.
Beste Grüße,
S.