@schworder @-
schworder: """Es ging darum, was man wirklich gut mit RC bzw. dem ökonomischen Handlungsmodell erklären kann. Diesbezüglich habe ich vorausgesetzt, dass man menschliche Handlungen mit einem RC-Ansatz ausschließlich richtig gut erklären kann, wenn sie in eine bestimmte Umwelt eingebettet sind. """
schworder: """@ b400: Danke für den Artikel. Allerdings: Kunst und Antiquitäten würde ich als Güter ausschließen, wenn man sich auf die Suche nach einer Situation macht, die durch die ökonomische Handlungstheorie erklärt werden soll. Diese Güter erscheinen mir als zu komplex."""
"-": Um beim Auktionsbeispiel zu bleiben: In Auktionen dürften Bieter streng genommen nur bis zur Höhe des antizipierten Produktnutzens bieten.
die debatte scheint mir daran zu kranken, dass ihr von "überholten" ansätzen bzw. einem "homogenen" RC-ansatz ausgeht.
kurzum: subjektive rationalität vermag mE sämtliche (theoretischen) vorbehalte aufzulösen. da wir nicht von "objektivem" nutzen ausgehen ist (a) die umwelt unerheblich, sie taucht nur - verzerrt, gespeigelt - how ever - im subjekt wieder auf, (b) ist es auch egal wie komplex güter,märkte, situationen sind, denn - wie gesagt.
den kritikern empfehle ich eine eingehende auseinandersetzung mit dem (komplexen tauschgut) "liebe" (what ever) und dem (ebenfalls äußerst komplexen) partner- und heiratsmarkt - inklusive der befunde zum thema.
augenscheinlich sind das zwei verschiedene welten - und die "sytsemiische sichtweise" ist "lebensweltlich" zunächst ja wirklich befremdlich. aber wieso (zum teufel!) gibt es dann statushomogamie? was ist mit der sexuellen attraktion? den präferenzen und lebensstilen et. al.? "ja der partner muss schon zu mir passen, das ist wirklich wichtig" ist eine aussage, die jedes qual.IV befördern wird, das sich um die thematik dreht. und die "liebe" verschwimmt spätestens, wenn man den begriff hinterfragt [...].
ob identität, liebe, hass, emotionen im allgemeinen ... präferenzen ... restriktionen ... altruismus!!!... und was auch immer... RC hat für alles eine - einfache - lösung. die empirische relaität ist selbstverständlich eine andere frage, doch zahlreiche untersuchungen belegen die evidenz der entsprechenden annahmen - selbst wenn zumeist ja von "situationen" und nicht "prozessen" ausgegangen wird.
ich persönlich bevorzuge eine mikroökonomisches modell, das die handlungsbedingungen (restriktionen und opportunitäten) gesondert als "kontextbedingungen" berücksichtigt, wie etwa den lebensverlaufsanstz in der familienforschung. es eigent sich hervorragend zur moellierung eines umfassenden analyseschemas, mit dem man -wioe gesagt - auch identität, altruismus et. al diskutieren kann - und ist insofern vielleicht "voraussetzungsvoll", aber dafür nicht so "einäugig" wie andere ansätze [...].
MfG