ein Text: http://books.google.de/books?id=H3n6E-3nmswC&pg=PA100&lpg=PA100&dq=bourdieu+illusio&source=bl&ots=ZfJrtW0bnF&sig=obvXm38S1eYpNRliSUjmiYQ7SL4&hl=de&ei=gWH8TYLtO8mLswb2n8TwDQ&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=2&ved=0CB4Q6AEwATgK#v=onepage&q=bourdieu%20illusio&f=false
ein Buch: http://www.amazon.de/Die-Illusion-Emanzipation-Geschlechtsnormen-Milieuvergleich/dp/3896699148
eine Antwort: ich würde in diesem Kontext eher so argumentieren, dass die Partnerschaft vom Leitbild der Gleichheit getragen wird, das jedoch faktisch eine Illusion bleibt, dem die partnerschaftliche Lebens- bzw. Alltagsgestaltung nicht gerecht wird.
"Wir sind gleichberechtigt" ist aus dieser Perspektive wohl nichts als ein Lippen- bzw. Glaubensbekenntnis, das die faktisch fortbestehenden Ungleichheiten im Geschlechterverhältnis, neue Konflikte, das persistente Konkurrenzverhältnis zwischen den Partnern, verkennt.
Seine - abstrakten und nicht konkret themenbezogenen - Überlegungen lassen sich sicherlich unterschiedlich interpertieren bzw. übertragen. Auch stellen sich selbstverständlch anknüpfende Fragen wie "ist Gleichheit überhaupt möglich? Oder ist sie ebenfalls eine Illusion?".
Leider habe ich nicht genug darüber gelesen, um Dich weiterführend zu beraten, aber einen Hnweis kann ich Dir durchaus noch mit auf den Weg geben: Gleichheitsgrundsätzen und anderen normativen Leitbildern folgend ist insb. die Wissenschaft, gerade auch auch die Soziologie, möglicherweise nichts als einer Illusion erlegen, propagiert und folgt Leitbildern, die zwar schön klingen, letztlich jedoch in einem derart eklatanten Widerspruch zur lebensweltlichen Praxis und den hintergründig wirkenden Kräften stehen, dass etwa das Gerede von Chancengleichheit mehr als Propaganda und Utopie erscheint, denn als praktikables Prinzip.
Interessant finde ich persönlich insb. auch die Überlegungen zur "Liebe", die seiner Auffassung nach die Züge eines normativen Zwangsapparats trägt.
In diesem Sinne [...]