"Wie der Kenner bestimmt erkannt hat geht es dabei um Parsons. Es geht hauptsächlich um die sozialen Systeme, die Persönlichkeitssysteme und die kulturellen Systeme?!"
der Begriff verweist auch auf Autoren wie Malinowski, Pritchard und Radcliff-Brown.
http://de.wikipedia.org/wiki/Strukturfunktionalismus
http://de.wikipedia.org/wiki/Soziologische_Systemtheorie
Sozialwissenschaftlich wichtig ist auch die Kritik und Entwicklung von Merton.
"Strukturfunktionale" Konzeptionen finden sich auch in der Biologie, Psychologie, Linguistik, etc. .
In den frühen soziologischen Ansätzen geht es darum, eine (objektivierte) Struktur zu rekonstruieren und dann nach den Funktionen zu fragen, die diese Struktur leistet. Eine fundamentale Funktion war hier z.B. stets die "Bestandserhaltungsfunktion" - eine Gesellschaft kann darauf hin untersucht werden, welche Handlungen/Kommunikationen/Verhaltensweisen/Bräuche/Gewohnheiten/etc. dazu dienen, die Bestandserhaltung des Systems zu erfüllen.
Parsons unterscheidet mit dem AGIL-Schema 4 grundlegende Funktionen, die er von Bales (Kleingruppenforschung) übernimmt.
Wenn du von 3 Systemen sprichst, (kulturell, persönliche, sozial) dann beziehst du dich vor allem auf die mittlere Phase von Parsons. Parsons geht dann dazu über, den Struktur-Begriff durch den System-Begriff zu ersetzen. (hinzu kommt dann das Verhaltenssystem(Organismus))
Wichtig in Bezug auf Luhmann ist, dass LUhmann nach seiner ORganisationssoziologie ab Mitte/Ende der 60er Jahre den strukturfunktionalen Ansatz umkehrt. Er fragt nicht mehr zuerst nach Strukturen oder Systemstrukturen, sondern nach Funktionen/System-Problemen. Indem Luhmann an Systemproblemen ansetzt, dann Funktionen und schließlich jeweilige funktional äquivalenten Strukturen analysiert, geht er methodisch andersartig vor. (Funktionen sind dann mögliche Lösungen für Systemprobleme.)
Beste Grüße,
S.